Mythos Oettinger

Würde Gerhard Oettinger (1920-1997) noch leben, würde er auch heute mit Sicherheit eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung sportlicher Motoren von höchster Effizienz spielen.

Der Diplomingenieur und älteste VW-Tuner der Welt galt jedenfalls als „Held des Fortschritts“ seiner Epoche, als genialer Motorenkonstrukteur der Nachkriegszeit, dem keine (technische) Grenze unüberwindbar schien. Rund um den Globus machten seine Okrasa „TS“- und „TSV“-Zweivergaser-Anlagen gemächlichen Käfern flinke Beine. Seine Hubraumvergrößerungen, Drehmoment- und Leistungssteigerungen für Audi, Mercedes Benz und VW waren legendär. Er konstruierte den weltweit ersten 16-Ventilmotor für Großserienfahrzeuge (Golf), den ersten Fünfventiler (Corrado) und den ersten Sechszylinder für den VW-Bus.

Noch heute ist das Unternehmen von Oettingers Geist erfüllt, der sich in der Maxime des amerikanischen Schriftstellers Arthur C. Clarke widerspiegelt: „Jede ausreichend entwickelte Technologie ist nicht von Magie zu unterscheiden“. Dieser Spirit hat den Namen Oettinger nahezu unsterblich gemacht. Voller Stolz und Verantwortung tragen ihn die Mitarbeiter weiter.

So gelten bei Oettinger seit vielen Jahrzehnten konstant die gleich hohen Ansprüche an begeisternde Performance und überragende Alltagstauglichkeit. Es ist demnach kein Zufall, dass von Oettinger optimierte Autos aus dem VW-Konzern in den letzten Jahren beim Tuner Grand Prix auf dem Hockenheimring mehrfach erste Plätze in ihren Klassen belegten; und dass 2014 die Oettinger Golf VII GTI und Oettinger Golf VII R alle wichtigen Vergleichstests gewannen.

Der Mythos Oettinger lebt also weiter, immer weiter. Und das spürt jeder, der ein Oettinger-Fahrzeug sein Eigen nennt.